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Der sanfte Weg

Es war ein deutscher Medizinprofessor, Erwin Baelz (1876-1902 an der Universität von Tokyo), der entscheidend mithalf, das in Vergessenheit geratene Jujutsu neu zu beleben. Dr. Baelz’ stärkste Kraft dabei war Jigorô Kanô, ein Universitätsstudent. Ihm missfiel jedoch der sehr kriegerische Aspekt des Jujutsu und die Härte in seinen Aktionen, durch die die weichen Aspekte nicht voll zur Geltung kamen.
1882 eröffnete Kanô als 22-jähriger in Shitaya (Tokyo) sein eigenes Dojo und nannte seine Kunst „Judo“ (sanfter Weg), um es von dem bereits bestehenden Jujutsudo zu unterscheiden.
Seine Schule nannte er „Kodokan“ (Schule zum Studium des Weges).
Sein Ziel war die Charakter- und Persönlichkeitsbildung durch Budo. In diesem Sinne war er bemüht eine Kampfkunst zu lehren, die als Lebensweg verstanden werden sollte.
1890 wurde Kanôs System von offiziellen Stellen in die Erziehungsprogramme der Schulen aufgenommen. Anfangs enthielt es noch Techniken des Tretens und des Schlagens, die Meister Kanô jedoch allmählich aussortierte, um das Judo sport- und wettkampffähig zu machen. Die wichtigste Veränderung, die gegenüber dem Jujutsu stattfand, war die Einführung der Grundstellung (Shizentai) vor jedem Kampf und die vorgeschriebene Fassart (Kumi kata). Dadurch verlor das Judo gegenüber dem Jujutsu, das aus realitätsbezogenen Haltungen geübt wurde, den grössten Teil seines Selbstverteidigungscharakters und erklärte sich selbst zum Wettbewerbssport.
Kanô verstand seine Kampfkunst nicht als ein ausschliessliches Technik-System, sondern betonte immer wieder drei Prinzipien:
- Ju no Ri Prinzip der Nachgiebigkeit
- Seiryoku-zenyo Optimale Ausnutzung der Energie
- Jita-kyoei gegenseitige Hilfe und Unterstützung
Nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ entwickelte Kanô viele dem Wettbewerb angepasste Würfe (Nage waza).
Die neue Sportart fand eine schnelle Verbreitung, und bereits 1938 gab es 100’000 Dan-Träger. Die erste Weltmeisterschaft fand 1951 statt, und 1964 war Judo zum ersten Mal olympische Disziplin.
In Europa wurde Judo erstmals im Jahre 1901 in London vorgestellt. 1906 gelangte es durch die japanische Handelsmarine nach Kiel. Daraufhin wurde es von einigen japanischen Meistern in Deutschland und weiter in ganz Europa verbreitet.

Unser Budoclub bietet folgende Judo-Trainings an (Trainingsplan):

Kinder (4-6)

Montag 1630 – 1730 Uhr
Donnerstag 1630 – 1730 Uhr
Samstag 1015 – 1115 Uhr

Schüler (7-9)

Montag 1630 – 1730 Uhr
Mittwoch 1800 – 1930 Uhr
Freitag 1630 - 1730 Uhr

Jugend (10-16)

Dienstag 1800 – 1930 Uhr
Mittwoch 1800 – 1930 Uhr
Donnerstag 1800 – 1930 Uhr
Freitag 1800 - 1930 Uhr

Erwachsene

Mittwoch 1945 - 2115 Uhr
Freitag 1945 – 2115 Uhr

Judo Spezial

Montag 1800 - 1930 Uhr